Tarifvertragsparteien druck und medien

6 Der verbindliche Charakter von Tarifverträgen und ihre Auswirkungen auf den einzelnen Arbeitsvertrag Unternehmen beschäftigen in der Regel nur die Arbeitnehmer, die für ihre Kerntätigkeiten erforderlich sind. Nebenfunktionen wie Reinigung und Verpflegung könnten an spezialisierte Unternehmen ausgeschrieben werden. Selbst in der Kerntätigkeit wird nicht das gesamte Personal vom Unternehmen selbst eingesetzt. Erstens haben die Niederlande einen hohen Prozentsatz von Menschen, die über Zeitarbeitsfirmen arbeiten. Zweitens wollen Fachkräfte und Facharbeiter nach und nach ihre Unabhängigkeit bewahren oder wiedererlangen. Sie arbeiten als Selbständige ohne Personal (zelfstandigen zonder personeel). Diese Phänomene wirken sich auf die Struktur der Tarifverhandlungen aus. Catering und Reinigung sind zu getrennten Branchen geworden, die gegenstandsgebundensind werden. Dasselbe gilt für Zeitarbeiter, insbesondere seit dem Inkrafttreten des Gesetzes über Flexibilität und Sicherheit am 1. Januar 1999. Temp-Arbeiter gelten als von ihrer Zeitarbeitsfirma beschäftigt.

Nachdem sie einige Zeit für dieselbe Agentur gearbeitet haben, haben sie nach und nach Anspruch auf Schutz in Bezug auf Entlassung, Ausbildung, Rentenversicherung usw. Das neue System, das mit dem Actaw für Flexibilität und Sicherheit eingeführt wurde, bietet einen starken Anreiz für den Tarifvertrag für Zeitarbeiter. Erschwerend kommt hinzu, dass in einigen Fällen und in einigen Fragen auch der Tarifvertrag des Unternehmens gelten kann, in das sie entsandt werden. Das ganze System scheint sich noch nicht beruhigt zu haben. [102] Die Auswirkungen der Digitalisierung scheinen sich stark auf die Berufe des Sektors auszuwirken. Der slowenische Korrespondent berichtet beispielsweise, dass die vorherrschende Technologie in den Druckunternehmen in Slowenien nach wie vor offset print ist, obwohl neue Technologien wie digitaler und flexografischer Druck kürzlich eingeführt wurden. Die Gewerkschaften berichten, dass diese neuen Technologien dazu führen, dass einige bereits bestehende Berufe (wie Komponisten, Fotografien und Retusche) verschwinden oder an Bedeutung gewinnen, und dass neue Berufe (z. B. Computertechniker) geschaffen werden. In Spanien scheint die Zahl der Selbständigen in diesem Sektor aufgrund des Aufkommens neuer Technologien erheblich zugenommen zu haben.

Mit der Ausweitung der Internetnutzung ist auch Online-Journalismus sehr verbreitet. Beide spanischen Gewerkschaftsverbände bieten spezielle Schulungsprogramme für Online-Journalismus an. In den Niederlanden berichtet der nationale Korrespondent, dass 2005 etwa 4.000 Journalisten von Tageszeitungen in diesem Sektor beschäftigt waren, was einem Verlust von 10 % gegenüber 2002 entspricht, und die Beschäftigung geht weiter zurück. Etwa 60 % der Beschäftigten sind weiblich, und die meisten arbeiten in Teilzeit. In den Niederlanden gibt es keine signifikante geschlechtsspezifische Segregation. Im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften wurden Tarifverträge geschlossen, die die Teilzeitarbeit aller Arbeitsplätze ermöglichen. Im Jahr 2005 sollen rund 40.000 Menschen in der Zeitungsdruckerei tätig sein. Viel weniger Personen arbeiteten in der Buch- oder Buchdruckindustrie. Obwohl ein und dasselbe Unternehmen an beiden Produktionsprozessen beteiligt sein kann, haben die beiden Arbeitnehmergruppen ihre eigenen Tarifverträge.

Wenn Sie eine Vereinbarung für eine bestimmte Produktion suchen, wenden Sie sich bitte an den CBA-Analysten unter 780-427-8301. Der Anteil der Beschäftigten, die 2018 unter Tarifverträge fallen, ist in den meisten Fällen nach wie vor weitgehend unzureichend und in einigen Fällen unscharf und ungenau. In Spanien beispielsweise hat die Einführung neuer Arbeitsformen aufgrund der Einbeziehung neuer Technologien auch zu einer Zunahme prekärer Arbeitsbedingungen geführt. Dies ist vermutlich das Ergebnis der zunehmenden Fragmentierung des Arbeitsmarktes und neuer Formen von Arbeitsverträgen. Sie scheint es zu ermöglichen, einen großen Teil der Verantwortung auf Arbeitnehmer mit prekären Arbeitsbedingungen abzuwälzen. In einigen Fällen ist die Zahl der Arbeitnehmer, die nicht mitgliedhaben, zwar nach wie vor stark und in der Lage, die Rechte ihrer Mitglieder zu schützen, jedoch gestiegen.

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